Bitcoin Kaufen in der Schweiz: So Einfach Geht's Mit Relai!

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24.07.2021

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Der Bitcoinkurs hat in den ersten Tagen des bereits ein neues Allzeithoch erreicht. Immer mehr Privatanleger wollen von diesen Kurssteigerungen profitieren. Doch wie kauft man Bitcoin überhaupt und ist Bitcoin überhaupt für alle tauglich? Es gibt aber auch die andere Seite, dass Privatpersonen durch ein Bitcoin-Investment herbe Verluste oder sogar den Ruin hinnehmen mussten. Das auf und ab beim Bitcoinkurs in den letzten Wochen lässt bei vielen die Frage aufkommen: «Soll man nun in Bitcoin investieren? Gleich zu Beginn: Kryptowährungen sind nichts für Unerfahrene. Zudem sollte man nicht seine Ersparnisse in Kryptos investieren, wenn man die Mechanik dahinter nicht versteht. Und Kredite aufnehmen um von weiteren Kurssteigerungen zu profitieren ist nur für die Profis. Ein wichtiger Grundsatz in der Kryptowelt heisst: «Not your keys, not your coins». Das bedeutet, nur wer über die sogenannten Private-Keys siehe auch: Was man zur Kryptowelt wissen sollte verfügt, hat Zugriff auf seine Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin. Nachfolgend einige Grundsätze und Tipps im Umgang mit Bitcoin.

Der Start um in Bitcoin zu investieren ist in der Regel ein Wallet, das man selbständig kontrolliert. Damit werden Intermediäre ausgeschaltet und man übernimmt Eigenverantwortung. Und da spielen die Private Keys eine wichtige Rolle. Diese können als Passwort betrachtet werden, denn nur wer seine Private Keys kontrolliert, der kontrolliert letztlich auch seine Kryptowährungen. Verliert man seinen Private Key, so hat man auch keinen Zugriff auf seine Kryptowährungen. Der Private Key ist also der Schlüssel zu den Bitcoins und sollte daher sehr sicher aufbewahrt und gemein gehalten werden. Dazu später mehr. Nehmen wir an, jemand möchte über eine Online-Plattform, wie zum Beispiel beim Kryptoanbieter Coinbase oder der Online-Bank Swissquote, Bitcoins kaufen, dann werden die gekauften Bitcoins auf seinem Konto bei der Plattform verwahrt. Die Anbieter verwahren die Bitcoins wiederum auf ihren «Wallets». Ein Wallet ist vereinfacht gesagt, der Ort wo Kryptowährungen gespeichert werden. Damit diese nicht gehackt und nicht gestohlen werden können, müssen diese Verwahrstellen die Private Keys sehr gut sichern. Und wenn man Bitcoins verkaufen oder kaufen will, werden die Transaktion vom Anbieter ausgeführt. Letztlich hat also die Plattform die Kontrolle über die Kryptowährungen. Der Bitcoinbesitzer muss folglich seinem Anbieter vertrauen, dass sein Finanzdienstleister einerseits die Coins sicher verwahrt, andererseits der Besitzer jederzeit auf seinen Bitcoinbesitz zugreifen kann.

In guten Zeiten ist das auch alles kein Problem, doch wir kennen das Morgen nicht. Die Geschichte hat schon immer wieder gezeigt, dass es zu Extremsituationen kommen kann, beispielsweise während der Finanz- und Wirtschaftskrise vor über zehn Jahren. Aus diesem Grund wollen viele Bitcoin- und Krypto-Aficionados ihre Kryptos selber verwahren, frei nach dem Motto: «Be your own Bank CEO».

Dazu nutzen sie ein eigenes Wallet und erwerben die Bitcoins selbst. Mit dieser digitalen Geldbörse können Bitcoins gehalten, empfangen und überwiesen werden siehe auch: Was man zur Kryptowelt wissen sollte. Doch wie kauft man nun Bitcoin wenn man nicht den Weg über einen etablierten Anbieter gehen möchte? Die Basis ist, wie bereits erwähnt, ein Wallet, welches man auf sein Handy lädt. Es gibt inzwischen ein riesen Angebot an unterschiedlichen Wallets. Wir haben folgende zwei Wallets, die rein für Bitcoins angedacht sind, getestet: Blockchain-Wallet und dasjenige des Schweizer Anbieters Relai. Beide Wallets sind einfach in der Nutzung und der Nutzer hat jederzeit Zugriff auf seine Kryptos. Er kann jederzeit kaufen und verkaufen oder auch seine Bitcoins auf ein anderes Wallet oder an einen anderen Nutzer transferieren. Die beiden Anbieter unterscheiden sich in einigen Punkten, auf die wir noch eingehen werden. Bevor man überhaupt Bitcoin kauft und verkauft und sich hoffentlich über Kursgewinne freuen kann, sind Hausaufgaben zu lösen. Es geht um die Sicherung des Zugangs zu seinen Kryptowährungen. Das ist ganz wichtig, denn würde man beispielsweise das Handy verlieren oder es wird gestohlen, sind auch die Bitcoins weg. Hat man jedoch seine Private Keys, dann kann der Besitzer jederzeit wieder auf seine Bitcoins zugreifen. Das ist eben der Clou bei Kryptowährungen: Der Nutzer übernimmt die Verantwortung für sein Kryptovermögen und delegiert diese nicht an ein Finanzinstitut.

Bei der Sicherung geht es darum, den sogenannten Offline-Schlüssel oder Seed-Phrase zu generieren. Dabei handelt es sich um eine zufällige Folge von 12, je nach Anbieter auch 24 Wörter. Am besten schreibt man diese auf ein Papier und verwahrt dieses sicher. Wenn es um viel Vermögen geht, sollte man jedoch weitere Vorsichtsmassnahmen ergreifen Hardware-Wallet etc. Diese zwölf Wörter, in der richtigen Reihenfolge eingegeben, werden mit Hilfe von Formeln in Zahlen umgewandelt, die dann den Zugang zu einer Wallet und den darin enthaltenen Public- sowie Privat- Keys ermöglicht. Deswegen darf man diesen Seed-Phrase, also die zwölf Wörter, niemals weitergeben. Sobald jemand auf diese Wörter zugreifen kann, kann diese Person auch auf die Kryptos zugreifen. Nun hat man also sein Wallet, das Backup durchgeführt und jetzt will man natürlich seine ersten Bitcoins haben. Doch wie kommt man zu diesen Coins? Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Jede Bitcoin-Wallet hat die Funktionen «senden» und «erhalten».

Für das Empfangen muss der Sender die Bitcoin-Adresse wissen. Diese ist vergleichbar mit einer Bank-Kontonummer, an die Coins gesendet werden können. Die Bitcoin-Adresse besteht aus einer Reihe an Ziffern und Buchstaben. Diese wird zudem auch als QR-Code dargestellt, was das Senden vereinfacht. Der Sender kann also diesen QR-Code in seinem Wallet einscannen, dann einen definierten Betrag an diese Bitcoin-Adresse schicken und in Kürze liegen die Bitcoins auf dem Empfänger-Wallet.

Eine weitere Möglichkeit um rasch an seine ersten Bitcoins zu kommen sind Krypto-Geldautomaten. In der Schweiz sind gemäss Coin ATM Radar über solche Geldautomaten in Betrieb. Diese funktionieren ähnlich wie herkömmliche Geldautomaten, doch anstatt das sie Schweizer Franken ausspucken, bekommt man eben Bitcoins oder auch andere Kryptowährungen. Man schiebt Notenscheine in den Automaten und erhält ein Paperwallet auf dem ein QR-Code aufgeführt ist. Diesen QR-Code scannt man mit seinem Bitcoin-Wallet und transferiert damit die Bitcoins in die Wallet. Natürlich kann man bei einem Bitcoin-ATM auch Bitcoins einliefern und erhält im Gegenzug Schweizer Franker. Zu beachten ist, dass die Anbieter von Krypto-Geldautomaten das natürlich nicht kostenlos tun, sie verlangen eine Gebühr. Diese ist jeweils beim Bitcoin-ATM ersichtlich und kann rasch mal sieben bis acht Prozent betragen. Bei der Bitcoin-App Relai kann der Nutzer einen Geldbetrag via seinem Bankkonto überweisen. Sobald der Betrag angekommen ist, wird dieser automatisch in Bitcoins investiert.

Ebenso bietet die App die Funktion «empfangen» und «senden». Ein weitere spannende Funktion ist der Sparplan. In der App kann der Nutzer definieren, wie oft ein Geldbetrag investiert werden soll, beispielsweise wöchentlich oder monatlich. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer vom Dollar-Cost-Average profitieren kann. Diese Strategie bietet das Potenzial, die durchschnittlichen Kosten der erworbenen Bitcoins zu senken.

Also während der Preis relativ hoch ist, kauft man weniger Bitcoins und wenn der Preis niedriger ist, steigt die gekaufte Bitcoin-Einheit. Auch bei der App Blockchain ist eine Banküberweisung möglich. Sie bietet dazu noch die Möglichkeit Kryptos via Kreditkarte zu kaufen. Der Vorteil: Man hat sofort den Betrag auf dem Wallet und muss nicht warten bis die Banküberweisung durchgeführt wurde. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von Bitcoins und anderen Kryptowährungen über spezialisierte Krypto-Börsen, wie Binance, Kraken oder Bitstamp. Dazu braucht ein Nutzer ein Konto und dazu gehört auch ein Kunden-Onboarding. Das heisst: Man muss seinen Ausweis digital einreichen und diverse Angaben zur Person angeben. Das ist vergleichbar wie die Eröffnung eines Bankkontos. In der Schweiz gibt es inzwischen auch etablierte Krypto-Institute, über diese man Kryptowährungen kaufen kann.

Der Pionier ist Bitcoin Suisse AG aus Zug. Das Unternehmen ist schon sehr früh in den Kryptomarkt eingestiegen. Sie bieten auch für Private die Möglichkeit ein Konto zu eröffnen und kann über die Plattform online Bitcoins wie auch andere Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Eine beliebte Finanz-App ist die britische Challangerbank Revolut. Inzwischen nutzen viele Schweizer diese App für das Zahlen. Die App bietet ebenso die Möglichkeit an, Kryptos zu kaufen. Doch es gibt dabei folgendes zu beachten: Man kann die gekauften Kryptos nicht auf ein anderes Wallet übertragen. Das Bitcoinvermögen bleibt immer auf der App und man kann lediglich zukaufen oder verkaufen und kann es beispielsweise nicht auf ein anderes Wallet transferieren. Doch was geht, ist der Kauf eines Finanzproduktes, das an einer Börse SIX Swiss Exchange, Xetra etc. Der Schweizer Finanzproduktanbieter 21Shares war weltweit das erste Haus, das ein Exchange Traded Product ETP an die Schweizer Börse gebracht hatte. Dabei geht es um ein börsengehandeltes Vehikel, das eine Kryptowährung oder einen Basket von Kryptos möglichst exakt abbildet. Ebenso bietet der Assetmanager Wisdemtree ein Bitcoin-ETP an. Doch allein auf die Kosten zu achten reicht nicht, denn zu den impliziten Kosten gehören auch die Kaufs- und Verkaufsspreads.

Egal ob man über einen Kryptoanbieter, ein Finanzinstitut oder direkt in Bitcoins investiert, es fallen überall Gebühren an. Die Gebührentransparenz ist jedoch nicht überall gegeben. Denn diese können an mehreren Orten anfallen, beim Kauf und Verkauf aber implizite Gebühren können sich auch beim Kurs «verstecken», sprich dass der Anbieter auch beim aktuellen Bitcoinkurs eine Marge einrechnet. Diese ist sozusagen die Entschädigung für das Risiko, welches der Anbieter eingeht.

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